Anwendung z.B. bei Magen-Darm-Beschwerden, Depressionen, Müdigkeit, Immunschwäche, Haut-Krankheiten, Schmerzen im Bewegungsapparat, Schock, Sonnenbrand, nach Substanzverlust (z.B. Zahn-OP, Amputation), Chaos im (Gefühls-)Leben, Vitamin- und Mineralienmangel

Menschen und viele Tiere nutzen seit jeher Pflanzen zur Ernährung und um sich gesund zu erhalten. Wer hat noch nicht eine Katze oder einen Hund Gras fressen sehen, obwohl sie Fleischfresser sind? Die meisten Tiere wissen instinktiv, was ihnen gut tut, die meisten Menschen wissen es heute leider nicht mehr. Darum ist es wichtig, die Pflanzen in das Bewußtsein der Menschen wieder zurückzubringen. Ein alter Spruch sagt: „Gegen jedes Zipperlein ist ein Kraut gewachsen.“ Es kommt nur darauf an, die Pflanzen in der richtigen Weise für uns nutzbar zu machen. Pflanzen können sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Sie können roh oder gekocht / gedünstet genutzt werden oder ihre Wirkstoffe werden aus ihnen herausgeholt, wobei es auf das Auszugsmedium ankommt. Eingesetzt werden Alkohol, Fett und Wasser, die jeweils andere Wirkstoffe aus pflanzlichem Material herausziehen, je nachdem welche chemische Affinität die gewünschten Stoffe haben und was sie am Patienten bewirken sollen. Es macht also einen Unterschied, ob man eine Salbe dadurch herstellt, daß man die Pflanze direkt im Fett kocht und das Ganze danach abseiht oder ob man eine Tinktur herstellt und diese dann in die fettige Grundsubstanz einarbeitet.

Wie auch bei den Ausleitungsverfahren erleben wir hier eine Überschneidung mit den Kneipp’schen Anwendungen sowie mit der Körperarbeit (IMKA).

Beispiele:

  • Tees
    Wahrscheinlich sind sie neben den Salben die ältesten Hausmittel überhaupt. Tees bezeichnen heiße oder kalte wässrige Auszüge. Sie können getrunken oder gegurgelt werden, aber auch zu Waschungen oder Wickeln dienen. Tees können im Körper alle möglichen Reaktionen hervorrufen, sie beruhigen das Herz, leiten den Körper z.B. bei Fieber zum Schwitzen an, erhellen das Gemüt. Äußerlich können sie Hautunreinheiten mildern oder übermäßiges Schwitzen auf ein normales Maß reduzieren. Ihren Anwendungen sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Es gibt unzählige Teesorten, die auf Rezept in der Apotheke für den Patienten im individuell richtigen Verhältnis zusammengestellt werden. Der Patient bekommt eine Anweisung mit für die Zubereitung und kann eigenverantwortlich den Tee in der für ihn richtigen Stärke aufgießen. Hier kommt es sehr auf die Compliance des Patienten an. Denn Tees sollten immer frisch zubereitet werden. Kann der Patient dieses nicht leisten, so hat er die Möglichkeit, sein Heilmittel in einer Thermoskanne mit sich zu führen.
  • Tinkturen
    Tinkturen sind flüssige Auszüge von pflanzlichen Stoffen, die mithilfe von Ethanol entstehen. Sie werden meist innerlich angewendet und dienen oft neben einer anderen Therapie zu Unterstützung derselben. Es gibt wohl kaum eine Pflanze, die nicht zur Tinktur verarbeitet werden kann. Im Gegensatz zum Tee, der im besten Fall immer frisch zubereitet wird, ist die Anwendung einfacher, da man auf die Tinktur schnelleren Zugriff hat. Es ist darauf zu achten, ob ein Patient ggf. (trockener) Alkoholiker ist. Ihm wie auch Kindern dürfen Tinkturen nicht angeboten werden.
  • Salben und Cremes
    Sie haben eine fettige Grundlage, wobei die Cremes noch einen mehr oder weniger großen Anteil an Wasser aufweisen, der ein besseres Einziehen in die Haut ermöglichen kann. Es ist also wichtig zu wissen, ob das Medium vorrangig auf der Haut verweilen oder ob es einen Wirkstoff durch die Poren der Haut in den Körper hinein transportieren soll. Salben und Cremes dienen den unterschiedlichsten Zwecken, z.B. dem Schutz der Haut oder der Heilung derselben, aber sie transportieren auch Wirkstoffe durch sie hindurch. Eine Linderung erfahren Patienten oftmals auch durch eine Ruhigstellung von Gliedmaßen mit einem Salbenverband, falls dies erforderlich ist. Es kann auch ein sanftes Einmassieren einer Salbe an einer schmerzenden Stelle des Körpers geschehen, wobei hier wiederum der Übergang zur IMKA (integrative Körperarbeit und Massage) gegeben ist.