Berührungen und Massagen gehören schon immer zum Repertoire von Heilern. Diese können sehr unterschiedlich sein, von sanftesten, kaum spürbaren Berührungen bis hin zu mitunter sehr heftigen Praktiken (z.B. Tuina oder Triggerpunkte-Technik), die sowohl als auch unter den jeweiligen Indikationen ihre Berechtigung haben.

Beispiele:

  • IMKA
    IMKA (= Integrative Massage- und Körper-Arbeit) wurde von Stefan Braselmann entwickelt. Er ist Dozent für Massage an der Samuel-Hahnemann-Schule und unterrichtet dort diese Technik. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei nicht einfach nur um eine herkömmliche Massage, die man auch im Wellnessbereich finden könnte. Integriert wurde hier die Körperarbeit, die neben dem Körper auch die
    Seele des Menschen anspricht und so auch auf dieser Ebene eine Erleichterung bringen kann. Der Patient soBild für Massage-Gutscheine - cropped 2ll sich am Ende der Behandlung in seinem Körper wieder wohl fühlen können. Bei der medizinischen Massage werden die verschiedenen Muskelgruppen des Patienten mit großer Achtsamkeit gelockert und gedehnt. Intuitiv finden die Hände des Therapeuten die schmerzenden Stellen und behandeln diese so lange als nötig. Hier kommen auch wohltuende Öle zum Einsatz, die einerseite die massierenden Hände unterstützen und andererseits bereits selbst Therapie sind, nämlich eine Aromatherapie. Anwendungsgebiete für die Massagen sind u.a. Muskelverspannungen, Schmerzen und chronische Geschehen im Bewegungsapparat, z.B. ein schiefer oder ein Rundrücken. Wie bei der Massage stimmt sich der Therapeut auch bei der Körperarbeit auf seinen Patienten ein. Entsprechend den Bedürfnissen des Patienten sieht jede Körperarbeit anders aus. Es wird gehalten, gewiegt, gesungen, gestreckt, geklopft, gepustet u.v.m. Die Behandlung findet normalerweise bekleidet auf dem Fußboden statt. Das Ziel der Leibarbeit ist, daß der Patient Körper, Geist und Seele entspannt, um Blockierungen, seien sie seelischer oder körperlicher Natur, oder Ängste gehen lassen zu können. Beide Techniken lassen sich in der IMKA verschmelzen, z.B. wenn ein Patient während einer Massage von einer seelischen Blockierung erzählt, kann entsprechend sofort darauf eingegangen werden und es fließen Körperarbeitstechniken in die Massage mit ein.

Anwendung z.B. bei Muskelverspannungen, Schmerzen und chronische Ge-schehen im Bewegungsapparat, bei Trauer, Depression, Wechsel in einen neuen Lebensabschnitt, zur Stärkung des Körpergefühls

  • Fußreflexzonenmassage
    Diese Massagetechnik wurde in den 60er Jahren von Hanne Marquardt, einer Krankenschwester, entwickelt. Sie bedient sich vieler Druckpunkte am Fuß, den sog. Reflexzonen. Wie auf einer Landkarte sind die Organe des Körpers v.a. auf der Fußsohle, aber auch auf dem Fußrücken abgebildet, wodurch die Reflexzonen entstehen. In aller Regel wird diese Therapie ohne Massageöl durchgeführt, denn die Haut muß dabei trocken sein. Der Daumen, mit dem eine Reflexzone gedrückt wird, darf schließlich nicht abrutschen, sondern soll genau auf dem Punkt Druck ausüben, der gerade gewählt wurde. Die Reflexzonentherapie kann bei den verschiedensten Beschwerden hilfreich sein. So fördert sie die Durchblutung und regt die Immunabwehr an, wodurch Selbstheilungskräfte mobilisiert werden können. Auch Blockaden und Stauungen können eine Lösung erfahren. Angewandt werden kann die Reflexzonentherapie bei akuten und chronischen Beschwerden. Schmerzen wie z.B. Migräne, Menstruationskrämpfe oder Muskelverspannungen fallen in die akute Kategorie. Aspekte im chronischen Bereich sind u.a. Verdauungsbeschwerden, Rückenschmerzen, zu hoher oder zu niedriger Blutdruck.

Anwendung z.B. bei Blockaden und Stauungen, zur Anregung der Immun-abwehr und Durchblutung, bei vielen Schmerzzuständen (Verspannungen, Migräne, …), bei vielen chronischen Beschwerden (Rückenschmerzen), ho-hem Blutdruck, Verdauungsbeschwerden